Christian Burkart

Vorweg möchten wir uns entschuldigen, dass der letzte Eintrag schon so lange her ist. Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, wenigstens einmal im Monat einen Eintrag für diesen Blog zu verfassen. Bei kleineren Firmen wie uns kann einen schon mal das Tagesgeschäft einholen und wir bitten daher um Verständnis. Wenn Zeit knapp ist, verliert das Thema „Blog“ leider schnell an Priorität.

Als kleine Wiedergutmachung haben wir uns daher etwas Besonderes ausgedacht. Wir wissen, dass viele unserer Leser einen Kommentar-Backlink haben möchten – was prinzipiell in Ordnung ist, solange der Kommentar inhaltlich wertvoll ist. Da wir im Bereich SEO schon einige Zeit aktiv sind, schlummern ein paar Listen auf unseren Servern, die Online-Marketer sicherlich interessant finden dürften. Wir haben uns entschieden, unsere Backlinkquellen für Social Bookmark Dienste zur Verfügung zu stellen (es befinden sich auch einige Social Media Links darunter).

Hier geht’s zum Download der Excel-Datei!

Wir wünschen allen SEO-Kollegen viel Erfolg bei ihren Projekten und geloben künftig in kürzeren Intervallen Blogartikel an dieser Stelle zu veröffentlichen.

Dass Updates sinnvoll und hilfreich sind, hatte ich schon in einem früherem Blogartikel beschrieben – daher sollten diese in den meisten Fällen umgehend installiert werden.

In bestimmen Fällen braucht man allerdings eine ältere Version eines Programms, wie beispielsweise:

  • Die programminterne Hilfe einer Software funktioniert nur mit einer bestimmten Version von Internet Explorer.
  • Ein bestimmtes Add-on funktioniert noch nicht mit dem neuen Firefox.
  • Auf einem älteren PC läuft nur eine veraltete Version eines Programms.
  • Wer Webseiten programmiert, kommt beispielsweise nicht darum herum, mehrere Browser in mehreren Versionen vorzuhalten. So kann man sicherstellen, dass Webseiten auf möglichst allen Browsern ordnungsgemäß funktionieren.

Für alle diese Fälle ist www.oldversion.com zu empfehlen. Hier werden viele gängige Programme (und diejenigen, die es einmal waren) in allen ihren Versionen für Windows, Mac und Linux zum Download vorgehalten.

Für Fans von Nostalgie-Spielen wurde die Kategorie „Games“ hinzugefügt, in der man viele alte Retro-Spiele aus DOS-Zeiten herunterladen kann. Original Blechsound inklusive! Da DOS aber nicht mehr von den heutigen Betriebssystemen unterstützt wird, benötigt man einen DOS-Emulator:

Es gibt auch die Möglichkeit, weitere Programme oder Spiele selbst hochzuladen.

Immer wenn der bayerische Ministerpräsident von seinem 5-Sterne Premium-Land spricht, in welchem die Lebensqualität so hoch ist und Unternehmen perfekte Wachstumsbedingungen vorfinden, scheint Herr Seehofer das Thema Breitband-Internet auf dem Land gänzlich auszublenden.
Wir als EDV-Dienstleister spüren die Problematik auf zweierlei Art. Zum Einen, weil wir um Lösungen gebeten werden, um doch irgendwie schnelles Internet zu ermöglichen, obwohl kein DSL möglich ist; und zum Anderen, weil wir viele netzwerktechnische Lösungen nicht anbieten können, da es vor Ort kein schnelles Internet gibt.

Wo liegt das Problem?

Hauptsächlich liegt das Problem in der dünnen Besiedelung des Allgäus. Was für Touristen (und auch für uns selbst!) schön anzusehen ist, ist für die DSL-Technik sehr ungünstig. Denn die Distanz von der Vermittlungsstelle bis zum Verbraucher darf nicht länger als 4-6 km sein (je nach Kabelqualität), da ansonsten die Leistungsdämpfung zu groß wird.
Das Problem lässt sich anschaulich am Beispiel Kaufbeuren und den umliegenden Ortschaften wie Germaringen, Mauerstetten, Biessenhofen oder Irsee erklären. Diese Ortschaften haben alle die gleiche Vorwahl (08341). Die gemeinsame Vorwahl bedeutet, dass die Ortschaften eine gemeinsame Vermittlungsstelle haben. Diese liegt mitten in Kaufbeuren. Die Randbereiche der Ortschaften (in Richtung Kaufbeuren) sind zwar mit dem DSL-Signal noch zu erreichen, aber spätestens die Ortsränder in der entgegengesetzten Richtung können nicht mehr mit DSL versorgt werden, da die Dämpfung zu groß wird.

Alternativen

Es gibt inzwischen einige Breitband-Alternativen zum DSL-Angebot der Telekom, wie beispielsweise Kabel Deutschland, MIC-DSL oder Allgäu-DSL. Aber auch mithilfe dieser Anbieter ist es bisher nicht gelungen, den Bedarf an Breitband-Internet überall zu decken. Kabel Deutschland bietet seinen Zugang nur für Privatpersonen an und auch nur dort, wo bereits eine Kabel-Infrastruktur vorhanden ist. MIC-DSL erstellt eine Infrastruktur mit eigenen Leitungen und ist auch nur in Bayerisch-Schwaben zugange, während Allgäu-DSL auf Funktechnik setzt und versucht, auf diese Weise möglichst viele Löcher auf der weißen DSL-Landkarte im Allgäu zu stopfen. Übrigens verfügen Anbieter wie 1&1 oder Alice im Allgäu über keine eigene Infrastruktur und greifen nur auf Telekom Ressourcen zurück – falls sie zur Verfügung stehen.
DSL über Satellit ist nach unserer Erfahrung nicht zu empfehlen. Zu Stoßzeiten können die Übertragungsraten auf ISDN-Niveau sinken, und schlechte Wetterbedienungen können das Signal sogar ganz abbrechen lassen.

Die Lücken im Allgäu

Der Schmalbandatlas macht deutlich, wie prekär die Lage ist: Die dunklen Gewitterwolken bedeuten Geschwindigkeiten von unter 1,5 MBit/s. In Anbetracht dessen kann die Verfügbarkeit von Breitband-Internet somit eher als Ausnahme betrachtet werden. Die Regel ist, dass in den meisten Bereichen keine befriedigenden Übertragungsgeschwindigkeiten möglich sind.

Bringt LTE die Lösung?

LTE ist der Nachfolger von UMTS und wird seit einiger Zeit als der Heilsbringer für die Breitband-Internet-Problematik propagiert. Die Frequenzen des ehemals terrestrischen analogen Fernsehsignals werden für die LTE-Übertragungstechnik verwendet. Die Technik an sich ist vielversprechend und birgt viel Potential. Allerdings kommt der Ausbau langsamer voran als ursprünglich angedacht. Zudem bringt der Internetzugang über diese Technik einige Probleme mit sich. Es ist bekannt, dass beispielsweise T-Mobile alle Verbindungen zu Skype drosselt, damit der Telefondienst über das Internet nicht zufriedenstellend genutzt werden kann. Um diesen Dienst nutzen zu können, muss eine VoIP-Option hinzugebucht werden, was wiederum zusätzliche Kosten nach sich zieht. Wie bei UMTS bisher üblich, wird es auch bei LTE eine Volumenbegrenzung geben. Das bedeutet, dass bei Überschreitung des vertragsabhängigen Volumens die Übertragungsgeschwindigkeit stark gedrosselt wird. Eine echte Flatrate mit vollen Transferraten bei unbegrenztem Limit wird es vermutlich nicht geben.
Zudem schlägt in diesem Bereich die IPv4-Problematik zu. Wegen der immer knapper werdenden IP-Adressen bekommen die Benutzer von UMTS und LTE nur interne Adressen des Anbieters. Diese sind über das Internet nicht zu erreichen, so dass viele netzwerktechnische Lösungen nicht möglich sind. Abhilfe für dieses Problem bietet die Firma Mdex, welche IP-Adressen im großen Stil von den Mobilfunkanbietern gekauft hat. Für zusätzlich 24,- € bis 28,- € monatlich kann somit eine feste und über das Internet erreichbare IP-Adresse erworben werden.

Diese Darstellung zeigt den momentanen Ausbau von LTE aller Anbieter (Quelle: http://www.lte-anbieter.info). Die roten Antennenanlagen sind noch nicht aktiv.

Diese Darstellung zeigt den geplanten Ausbau von LTE (Quelle: http://www.lte-anbieter.info). Zum Zeitpunkt, wann dieser Ausbau abgeschlossen sein wird, wollte kein Anbieter eine Aussage treffen.



Eine Geschichte aus Schilda

Wie bereits erwähnt, liegt Germaringen in einem ungünstigen DSL-Bereich. Zwar bietet Kabel Deutschland in Germaringen auch einen Breitbandzugang an, aber Unternehmen können dieses Angebot nicht nutzen. Somit nahm die Gemeinde Germaringen viel Geld in die Hand (ca. 100.000,- €, abzüglich staatlicher Zuschüsse), um ihren Unternehmern Breitbandinternet zur Verfügung zu stellen. Im Sommer 2010 wurde die technische Aufrüstung in Germaringen durchgeführt. Seither steht für alle Einwohner der Gemeinde Germaringen Breitband-DSL zur Verfügung – leider nur nicht für Unternehmen mit Anlagenanschluss. Denn die installierte Technik ist so modern, dass die Telefonanlagen von Firmen damit nicht umgehen können. Zudem bietet bisher auch niemand Telefonanlagen für Anlagenanschlüsse an, die diese Technik unterstützen! Von Seiten der Telekom wurde zugesagt, dass dieses Problem bis März 2011 behoben sein wird. Nun ist es Ende Mai 2011 und eine Lösung für dieses Problem ist noch nicht in Sicht. Leider ist dies keine Geschichte aus Schilda, sondern bittere Realität.

Fazit und Ausblick

Im Allgäu ist eine Lösung für das Problem der fehlenden Zugangsmöglichkeiten für Breitbandinternet nicht in Sicht. Auch der scheinbare Heilsbringer LTE ist nur bedingt als Lösung zu betrachten. Gerade Unternehmen benötigen volle Funktionalität und unlimitierte Datenvolumen, um auf produktivitätssteigernde Lösungen zurückgreifen zu können.
Künftig wird sich das Problem noch verschärfen, da Produkte im Kontext von Cloud Computing vor der Tür stehen und gerade für kleinere und mittelständische Unternehmen sehr attraktiv wären. Voraussetzung, um diese Produkte verwenden zu können, ist aber eine schnelle Internetanbindung.

„Hätte ich nur dieses Update nicht gemacht!“ schallt es oft durch den Hörer, wenn Kunden wegen PC-Problemen bei uns anrufen; wobei sich der Anrufer sicher ist, dass das Update die Ursache seines Problems ist. Ab hier beginnt für uns die Überzeugungsarbeit: zu vermitteln, dass Updates Freunde sind – und das ist oft gar nicht so einfach.

Warum sind Updates Freunde?

Updates schließen wichtige Sicherheitslücken, damit potentielle Angreifer keine Angriffslücke finden. Um dies besser nachvollziehen zu können, ist es wichtig zu erklären, wieso diese Sicherheitslücken so gefährlich sind.

Ständig sind Hacker am Werk, um Sicherheitslücken aufzudecken. Manche tun dies mit krimineller Motivation und behalten ihr Wissen für sich. Sehr viele allerdings tun dies, um die Systeme zu verbessern, und publizieren gefundene Schwachstellen umgehend. Von diesem Zeitpunkt an beginnt ein Wettrennen zwischen „Pseudo-Hackern“, welche versuchen die Sicherheitslücken auszunutzen, und den Softwareherstellen, wie beispielsweise Microsoft. In der Regel reagieren die Softwarehersteller sehr schnell, um zu vermeiden, dass die Sicherheitslücke im großen Stil ausgenutzt werden kann. Es liegt nun auf der Hand, was passieren kann, wenn die Update-Funktionen ausgeschalten sind bzw. ignoriert werden. Gerade darauf spekulieren viele Skriptkiddies, denn somit können sie sogar veraltete Exploits nutzen, um Zugriff auf fremde Systeme zu erlangen bzw. Schaden zu verursachen. Der wesentliche Unterschied zwischen Skriptkiddies und Hackern ist, dass Skriptkiddies über wenig technisches Knowhow verfügen, wohingegen Hacker Meister ihres Faches sind. Das, was Skriptkiddies gefährlich macht, ist ihre Anzahl. Da nicht viel dazu gehört, ein vorgefertigtes Werkzeug zu benutzen, entfällt sozusagen der „Knowhow-Filter“. Hacker hingegen gibt es seltener, da sich das nötige Wissen in diesem Bereich nicht über Nacht erlernen lässt.

Somit sollte es nachvollziehbar sein, dass Updates einen wesentlichen Faktor im Bereich der IT-Sicherheit darstellen.

„Ich bin sicher, weil Windows seine Updates selbstständig macht!“

Das stimmt nicht ganz. In der Tat ist es so, dass Windows aufgrund seiner Architektur sehr viel sicherer geworden ist. So sicher, dass viele Angreifer gar nicht mehr den Weg direkt über Windows gehen, sondern andere Möglichkeiten suchen, um Zugriff zu erlangen. Es hat sich herausgestellt, dass es einfacher ist, über installierte Programme einen Weg zu finden, um Computersysteme zu korrumpieren. Klassische Beispiele hierfür sind alle Programme, die man direkt oder indirekt für das Internet benötigt. Besonders anfällig sind Add-ons von Browsern. Add-ons sind kleine Zusatzprogramme, die durchaus sehr nützlich sein können. Aber auch PDF-Reader und vor allem die Flash-Technologie haben sich in letzter Zeit immer wieder als sehr anfällig für Angriffe erwiesen. Deshalb ist es wichtig, auch bei diesen Programmen immer auf Aktualität zu achten und Hinweise auf ein Update nicht leichtfertig zu ignorieren.

„Dennoch hat das Update meinen Computer kaputt gemacht!“

In manchen Fällen ist das nicht von der Hand zu weisen. Dennoch ist es so, dass die Gefahr, sich ein Problem einzufangen, weit größer ist, wenn sie auf Updates verzichten. Wenn sie sich aktiv im Internet bewegen, ist es mit veralteter Software nur eine Frage der Zeit, bis sie sich einen Schädling einfangen. Übrigens: Nach Aussage des BDK (Bund Deutscher Kriminalbeamter) existiert in Deutschland das größte Botnetz der Welt. Das bedeutet, dass sie nicht immer wahrnehmen, wenn sie sich einen Virus eingefangen haben.

 

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